Training der Unterarme im Jahr 2025

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Die Unterarme sind wahrscheinlich die am meisten vergessene Muskelgruppe im Training. Jeder erinnert sich an die Brust, den Rücken oder die Bizeps, aber wenn es darum geht, wirklich Gewicht zu heben oder eine gute Haltung bei der Arbeit zu halten, machen die Griffkraft und die Stabilität des Handgelenks den Unterschied. In diesem praktischen Leitfaden lernst du, wie du die Unterarme effizient trainierst, wie du sie mit dem Rest des Körpers integrierst und welche Fehler du vermeiden solltest, um nachhaltige Ergebnisse ohne Verletzungen zu erzielen.

Warum du die Unterarme trainieren solltest

Training der Unterarme im Jahr 2025 (illustratives Bild 2, Stil Berraquero.com, ohne Text)
Die Unterarme sind an fast allen Bewegungen von Kraft und Koordination beteiligt. Ein schwacher Griff schränkt deinen Fortschritt bei Übungen wie dem Rudern, dem Kreuzheben oder sogar dem Bizepscurls ein. Außerdem verringern starke Unterarme das Risiko von Verletzungen am Handgelenk und Ellenbogen und verbessern die Leistung in Racketsportarten, beim Klettern oder im Gewichtheben. Ein spezifisches Training von 15 bis 30 Minuten zwei- bis dreimal pro Woche kann einen Unterschied in deiner Gesamtstärke ausmachen. Aber es geht nicht darum, sinnlos Wiederholungen zu machen: Der Schlüssel liegt in der Vielfalt, der Technik und der kontrollierten Progression.

Anatomie und grundlegende Funktionen

Der Unterarm besteht aus mehr als zwanzig Muskeln, die in zwei Hauptgruppen unterteilt sind:
  • Beugemuskeln: befinden sich auf der Innenseite und ermöglichen das Schließen der Faust und das Beugen des Handgelenks.
  • Streckmuskeln: befinden sich auf der Außenseite und sind verantwortlich für das Öffnen der Hand und das Strecken des Handgelenks.
Die Koordination zwischen beiden ist entscheidend. Ein Ungleichgewicht – zum Beispiel nur die Beugemuskeln zu stärken – kann zu Beschwerden im Karpaltunnel oder zu Sehnenentzündungen führen. Daher ist es ratsam, Übungen zur Beugung und Streckung abzuwechseln und einen vollständigen Bewegungsbereich beizubehalten.

Wichtige Trainingsprinzipien

  • Progression: Erhöhe allmählich die Last oder das Arbeitsvolumen. Die Griffkraft verbessert sich langsam, ist aber sehr resistent gegen Stagnation, wenn regelmäßig trainiert wird.
  • Kontrolle: Schwinge das Gewicht nicht; langsame und kontrollierte Wiederholungen stimulieren die kleinen Muskeln besser.
  • Vielfalt: Wechsle zwischen Stangen, Kurzhanteln, Bändern und dicken Griffen, um Anpassungen zu vermeiden.
  • Erholung: Lass mindestens 48 Stunden zwischen spezifischen Sitzungen; der Unterarm benötigt länger zur Erholung als andere Gruppen.
Diese Prinzipien gelten auch in jeder Phase des funktionalen Trainings. Du kannst sie in diesem Leitfaden zum funktionalen Training nachlesen.

Variationen und Griffe

Monotonie ist der größte Feind des Fortschritts. Jeder Grifftyp trainiert unterschiedliche Bereiche des Unterarms und stimuliert die neuromuskuläre Anpassung.

Pronation (Handflächen nach unten)

Stärkt hauptsächlich die Streckmuskeln. Du kannst es mit umgekehrten Handgelenkcurls oder isometrischen Übungen wie dem statischen Halten einer Stange üben.

Supination (Handflächen nach oben)

Bezieht die Beugemuskeln und den Brachioradialis ein. Ideal für den klassischen Handgelenkcurl oder die Verwendung einer Z-Stange, um die Ergonomie zu verbessern.

Neutrale Griff

Wird in Übungen wie dem Farmer's Carry oder dem Halten schwerer Kurzhanteln an den Seiten des Körpers verwendet. Es ist eine der effektivsten Methoden, um die tatsächliche Griffkraft zu verbessern. Wenn du deine Sitzungen mit Zubehör variieren möchtest, schau dir diesen Artikel über Trizeps an, in dem erklärt wird, wie man Griffe und Tempi nutzt, um unterschiedliche Fasern zu stimulieren.

Integration mit anderen Muskelgruppen

Die Unterarme profitieren von der kombinierten Arbeit mit Mehrgelenkbewegungen. Sie in deine Routinen einzubeziehen, vermeidet doppelte Anstrengungen und verbessert die Gesamteffizienz.

Beispiel für eine wöchentliche Integration

  • Montag – Ziehen: Rudern mit der Stange + Supersatz von umgekehrten Handgelenkcurls.
  • Mittwoch – Drücken: Bankdrücken + isometrische Griffübungen.
  • Freitag – Beine: Kreuzheben + Farmer's Carry.
Widme in jedem Block die letzten 10 Minuten spezifischen Bewegungen für das Handgelenk oder den Griff. Diese Kombination steigert die Gesamtstärke, ohne die Erholung zu beeinträchtigen. Du kannst auch Übungen nutzen, die bereits auf natürliche Weise den Unterarm aktivieren, wie das Rudern oder Liegestütze mit Unterstützung auf der Stange.

Häufige Fehler

  • Das Gleichgewicht vernachlässigen: Nur Beugemuskeln zu trainieren, führt zu Steifheit und möglichen Tendinopathien.
  • Zu viel Gewicht verwenden: Die Unterarme reagieren besser auf Volumen und Kontrolle als auf extreme Lasten.
  • Schmerzen ignorieren: Müdigkeit ist normal, akute Schmerzen nicht. Halte an, bevor es zu einer Verletzung kommt.
  • Mangelnde Kontinuität: Fortschritt wird in Monaten, nicht in Wochen gemessen. Regelmäßigkeit ist effektiver als sporadische Routinen.

Schnelle Tipps

  • Kombiniere 2 Beugungsübungen und 1 Streckübung pro Sitzung.
  • Verwende dicke Griffe (Handtuch, Fat Grip Stangen) einmal pro Woche, um neue Fasern zu stimulieren.
  • Wende ein Tempo von 2–1–2 an: zwei Sekunden nach oben, eine Sekunde Kontraktion, zwei Sekunden nach unten.
  • Wenn dein Ziel Ästhetik ist, wechsle zwischen Tagen mit hohem Volumen (12–20 Wiederholungen) und Tagen mit geringer Last und hoher Spannung.
  • Vergiss nicht, die Handgelenke am Ende der Sitzung zu dehnen und zu mobilisieren.
Eine ausgewogene Planung wird auch in diesem Leitfaden zur Volumendiät erklärt, da Ernährung und Erholung ebenso wichtig sind wie das Training.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft pro Woche sollte ich die Unterarme trainieren?

Zwei bis drei Sitzungen sind ausreichend. Wenn deine Arbeit Zieh- oder Kreuzhebeübungen umfasst, reduziere auf zwei, um Überlastung zu vermeiden.

Benötige ich spezifische Ausrüstung?

Nein. Du kannst mit Kurzhanteln, einer Stange, Widerstandsbändern oder sogar einem aufgerollten Handtuch arbeiten. Wichtig ist, den Griff zu variieren und eine konstante Spannung aufrechtzuerhalten.

Wie lange dauert es, bis die Ergebnisse sichtbar werden?

Nach 6 bis 8 Wochen konstanten Trainings wirst du bereits Verbesserungen in der Griffkraft und Muskeltonus feststellen. Visuelle Veränderungen treten etwa im dritten Monat auf.

Kann ich sie in derselben Sitzung mit anderen Übungen kombinieren?

Ja, solange es die Erholung nicht beeinträchtigt. Ideal ist es, sie am Ende der Rücken- oder Armroutinen einzubeziehen.

Wie erkenne ich, ob ich übertrainiere?

Wenn du einen Verlust an Kraft, anhaltende Steifheit oder Schmerzen im Unterarm beim Drehen des Handgelenks bemerkst, reduziere das Volumen und gönne dir mehr Ruhe zwischen den Sitzungen.

Sind sie für andere Sportarten nützlich?

Absolut. Sie verbessern die Präzision im Golf, Tennis und Klettern und helfen, Verletzungen am Handgelenk in Kontaktsportarten zu vermeiden.

Sollte ich sie trainieren, auch wenn ich manuelle Arbeit verrichte?

Ja, aber passe die Intensität an. Körperliche Arbeit aktiviert nicht immer die Muskeln gleichmäßig; ein technischer Plan verbessert die Kontrolle und die Verletzungsprävention.

Ist es notwendig, schwere Gewichte zu verwenden?

Nein. Die Unterarme reagieren sehr gut auf das Training mit Bändern und kontrollierten Wiederholungen. Das Ziel ist nicht das Gewicht, sondern die Kontraktion.

Fazit

Die Unterarme zu trainieren, ist eine Investition in deine Gesamtstärke. Diese Muskelgruppe hält buchstäblich alles, was du tust: vom Heben von Gewichten bis zum Tippen am Computer. Mit einer ausgewogenen Planung – Griffvariationen, Integration in zusammengesetzte Bewegungen und ausreichende Erholung – wirst du stärkere, funktionale und ästhetisch definierte Unterarme erreichen. Wenn du dein komplettes Training erweitern möchtest, konsultiere auch wie man die Trizeps stärkt und Brusttraining. Zusammen bilden sie die Grundlage für einen ausgewogenen und kräftigen Oberkörper.